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Die Auswahl des richtigen Beraters

Wer ein liquides Vermögen von über 250.000 € besitzt, hat in der Regel die Möglichkeit, sich von einem von Banken unabhängigen Vermögensverwalter betreuen zu lassen. Natürlich sitze ich im Glashaus, da ich selbst ein unabhängiger Vermögensverwalter bin. Jedoch ist es meine volle persönliche Überzeugung, dass Interessenkonflikte und Vertriebsvorgaben zu suboptimalen Ergebnissen für Kunden führen.

Wenn es um Geld geht, spielen wirtschaftliche Interessen und Provisionen immer eine Rolle. Daher ist es wichtig, sich jemanden zu suchen, der keinem Interessenkonflikt unterworfen ist, sondern stets in Ihrem Interesse agiert. Das sicherzustellen ist vermeintlich ganz einfach: Der Vermögensverwalter sollte sich ausschließlich vom Kunden bezahlen lassen, also Provisionen an den Kunden weiterleiten, und die Vergütung sollte langfristige Anreize setzen und nicht auf kurzfristige Gewinne ausgelegt sein. Doch die Realität sieht oft anders aus …

Typische Finanzberater haben zwar häufig ein Festgehalt, leben aber ebenso von Provisionen. Sei es vom Abschluss einer (Kapital-)Versicherung, von einem Finanzprodukt oder einem Immobilienkauf. Oft werden Produkte aus dem eigenen Haus angeboten, sodass der Dienstleister doppelt an einem Kunden verdienen kann. Ob das Produkt im Vergleich zu ähnlichen Produkten das profitabelste ist, spielt für manche Berater eine untergeordnete Rolle. Oft sind nämlich finanzielle Anreize so gesetzt, dass die langfristige Wertentwicklung überhaupt keinen Einfluss auf die Vergütung hat.  

Extrem ist dies bei Immobilien. Manchmal wird Kunden von der erstklassigen Lage erzählt und dass Immobilien in dieser Lage niemals im Preis sinken würden. Doch welche Wertentwicklung sich nach 5, 15 oder 50 Jahren ergibt, ist manchen Maklern egal, da sie ausschließlich am Kauf verdienen und nicht an der späteren Wertentwicklung. Immobilien werden nämlich nicht wie Aktien ständig bewertet, und so bemerkt der Käufer erst beim Verkauf, was die Immobilie nun wirklich wert ist. Die Provision hat der Makler aber schon vor Jahren beim Kauf erhalten.

Der Staat kam schon vor langer Zeit auf die Idee, Privatanleger durch Regularien zu schützen, hat am Ende aber leider nur das Gegenteil bewirkt. Dadurch, dass der Kunde beim Abschluss von Finanzprodukten nun Dutzende Blätter unterschreiben muss, wird am Ende leider nur der Finanzdienstleister und eben nicht der Kunde geschützt. Durch die Unterschrift ist die Bank gegen jegliche Schadensansprüche seitens des Kunden abgesichert. Der Staat hat nebenbei zudem dafür gesorgt, dass die Kosten für eine Vermögensberatung noch weiter gestiegen sind, was am Ende natürlich der Kunde bezahlen muss und was dazu führt, dass ein Anleger heute noch mehr Vermögen benötigt, um einen seriösen Vermögensverwalter zu finden.

Wichtig ist, dass sich der Berater für Sie Zeit nimmt, um genau Ihre Ziele und Ansprüche zu erörtern. Natürlich spielt Ihre Risikobereitschaft ebenso eine tragende Rolle. Ein guter Vermögensverwalter klärt Sie auf und erklärt auch, wenn etwas nicht so funktioniert, wie Sie es sich vorstellen. Beispielsweise ist es unmöglich, mit einer minimalen Schwankung 6 % p.a. zu verdienen. Heute leben wir in einem Umfeld extremer Niedrigzinsen, sodass man auf schwankungsreichere Assets (wie z.B. Aktien) zurückgreifen muss, um eine solche Rendite zu erzielen. Ein guter Vermögensverwalter erörtert mit Ihnen Ihre Risikoneigung und achtet darauf, ob diese mit Ihrem Lebensstil vereinbar ist: Haben Sie beispielsweise eine Frau und vier Kinder, aber kein Einkommen, sollten Sie eher nicht mit Ihrem gesamten Vermögen spekulieren.

Viele Vermögensverwalter haben zudem vor 30 Jahren oder mehr ihr Studium abgeschlossen oder haben gar nur eine Bankausbildung. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie nicht mehr auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand sind, aber das sollte den Anleger sensibilisieren und anhalten, mehr Fragen zu stellen, um herauszufinden, ob der Berater wirklich weiß, wovon er spricht.

Zusammenfassung

Achten Sie also darauf, dass die finanziellen Anreize in Ihrem Interesse gesetzt werden. Ihr Berater sollte ausschließlich Geld von Ihnen annehmen und keine Provisionen von Dritten einbehalten, da er sonst Anreize hätte, auch im Interesse anderer zu handeln.

Achten Sie auf seine Qualifikation und sehen Sie es positiv, wenn der Berater Ihnen auch einmal widerspricht und Ihnen etwas erklären möchte, da sich die Weltwirtschaft in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr verändert hat.

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